Beitrag von Martin Veltum
Die Freiwillige Feuerwehr Wiesenfeld blickt auf arbeitsreiche Jahre mit personellen Veränderungen, wichtigen Investitionen und großem ehrenamtlichem Engagement zurück.
Bei der Jahreshauptversammlung im Dorfgemeinschaftshaus wurde deutlich: Die Wehr stellt sich mit kontinuierlicher Ausbildung, solider Technik und starkem Teamgeist zukunftssicher auf.
Die Herausforderungen der Feuerwehr in dem 162 Einwohner zählenden Rhönortes sind gerade in Bezug der Nachwuchsgewinnung groß. Die Einsatzabteilung zählt derzeit 15 Einsatzkräfte.
Neue Wehrführung gewählt
Im Mittelpunkt standen die turnusmäßigen Neuwahlen. Daniel Thüring wurde zum neuen Wehrleiter gewählt, Sandro Helmer zu seinem Stellvertreter. Verena Semmler wurde als Jugendwartin bestätigt.
Bürgermeisterin der Stadt Geisa, Manuela Henkel, verpflichtete die Funktionsträger offiziell und dankte allen Kameradinnen und Kameraden für ihren ehrenamtlichen Einsatz.
Emotional wurde es beim Abschied der bisherigen Wehrführung: Andreas und Tanja Martin prägten die Entwicklung der Wehr in den vergangenen zehn Jahren maßgeblich und erhielten dafür große Anerkennung.
„Die Feuerwehr Wiesenfeld ist ein Beispiel dafür, was Ehrenamt leisten kann, wenn Zusammenhalt und Verantwortungsbewusstsein gelebt werden“, betonte Bürgermeisterin Manuela Henkel.
Auch Stadtbrandmeister Jens Quentmeier hob die Bedeutung kleiner Ortsteilwehren hervor: „Gerade im ländlichen Raum sind motivierte und gut ausgebildete Feuerwehrkameraden unverzichtbar.“
Ortsteilbürgermeister Michael Kehl dankte ebenso Andreas und Tanja Martin sowie allen Kameradinnen und Kameraden für die stets gute Zusammenarbeit und gratulierte der neuen Wehrführung zum Amtsantritt. Auch er verdeutlichte die Bedeutung der Wehr im Ort.
Hohe Eigenleistung und solide Technik
Die Wehr bewies in den vergangenen Jahren mehrfach ihren starken Zusammenhalt. Das Feuerwehrgerätehaus wurde mit umfangreicher Eigenleistung um- und ausgebaut, zahlreiche Arbeiten an Außenanlage und Innenausbau erfolgten ehrenamtlich. Der Gegenwert liegt bei mehreren zehntausend Euro.
Zur Sicherung der Einsatzfähigkeit wurde zudem 2022 ein gebrauchtes LF 8 als Einsatzfahrzeug beschafft. Regelmäßige Übungen, Lehrgänge und Schulungen gehören weiterhin fest zum Feuerwehralltag.
Nachwuchsarbeit und Dorfleben
„Eine moderne Feuerwehr braucht nicht nur Technik, sondern vor allem Menschen, die Verantwortung übernehmen“, sagte der neue Wehrleiter Daniel Thüring. Deshalb bleibe die Nachwuchs- und Mitgliedergewinnung eine zentrale Aufgabe.
Auch Aktionen außerhalb des Einsatzdienstes stärken die Verbindung zur Bevölkerung. Die traditionelle Nikolausaktion gehört inzwischen fest zum Dorfleben. Gleichzeitig wirbt die Wehr kontinuierlich um neue Mitglieder für Einsatzabteilung und Jugendfeuerwehr.
Beförderungen
Im Rahmen der Versammlung wurden zahlreiche Beförderungen ausgesprochen. Verena Semmler wurde zur Feuerwehrfrau ernannt. Daniel Thüring, Dieter Mötzung und Felix Doschek wurden zu Feuerwehrmännern befördert.
Markus Wingenfeld, Tanja Martin, Markus Schäfer, Sandro Helmer und Tobias Bohn erhielten den Dienstgrad Hauptfeuerwehrmann beziehungsweise Hauptfeuerwehrfrau. Martin Gärtner wurde zum Löschmeister befördert.
Blick in die Zukunft
Zum Abschluss blickte der bisherige Wehrleiter Andreas Martin auf die vergangenen zehn Jahre zurück. Besonders stolz mache ihn der starke Zusammenhalt innerhalb der Wehr.
Gemeinsam habe man viel erreicht – vom Umbau des Gerätehauses, Beschaffung des LF8 bis zur soliden Ausstattung. Gleichzeitig sei nun der richtige Zeitpunkt für einen Generationswechsel gekommen. Der neuen Wehrführung um Daniel Thüring wünsche er viel Erfolg.
Mit neuer Führung, engagierten Mitgliedern und klaren Zielen startet die Feuerwehr Wiesenfeld in die kommenden Jahre.
Gerade angesichts der aktuellen Weltlage und wachsender Herausforderungen für den Bevölkerungsschutz zeigt sich, wie wichtig starke Freiwillige Feuerwehren in den Rhönorten sind.
Wehren wie die Feuerwehr Wiesenfeld leisten nicht nur Hilfe im Einsatzfall, sondern bilden zugleich einen unverzichtbaren Bestandteil der dezentralen Sicherheitsstruktur im ländlichen Raum – getragen von ehrenamtlichem Engagement, Verantwortung und gelebtem Zusammenhalt.














